Startseite
Geschichte
Repertoire
Dirigent
Vereinsleben
Mitglied werden
Link
Kontakt
Presse
Impressum
Mitgliederbereich

Fritz Müller

Gisela Jahn

Rolf Bauer

Siegfried Geissler

Kurt Kuhn

Andreas Ketelhut

Sebastian Göring

Chorgeschichte

Die Gründung des Chores erfolgte am 16.09.1953 als “Städtischer Konzertchor Gotha” auf Initiative von GMD Fritz Müller (Leiter des Staatlichen Sinfonieorchesters Gotha) und des damaligen Bürgermeisters Werner Salzmann, der auch die Schirmherrschaft übernahm.

Als erste Chorleiterin wurde die Kapellmeisterin des Orchesters Gisela Jahn berufen. Kurz nach seiner Gründung (52 Mitglieder) umfasste der Chor zirka 120 Sängerinnen und Sänger. Von Beginn an wurde neben großen Chorwerken auch a-cappella-Gesang gepflegt. Zur Tradition wurde die Aufführung der IX. Sinfonie von Beethoven, die jedes Jahr zum Jahresausklang auf dem Programm stand.

1954 besiegelte ein Freundschaftsvertrag zwischen Orchester und Chor die Zusammenarbeit, d.h. die musikalische Leitung, der Einsatz sowie die finanziellen Angelegenheiten des Chores lagen in den Händen des Orchesters. 1955 – nach Auftritten in Gotha, Erfurt, Eisenach und Weimar, sang der Chor erstmalig in der Stadthalle von Kassel die IX. Sinfonie mit großem Erfolg. Genauso erfolgreich wurden Auftritte mit der IX. Sinfonie auch in thüringischen Orten wie Schwarza, Unterwellenborn, Mühlhausen, Waltershausen usw. in den folgenden Jahren. Nicht nur die Altmeister der klassischen Musik wie Händel, Bach, Brahms, Haydn, Mozart, Verdi, Wagner wurden aufgeführt, sondern auch die Werke moderner Komponisten, z.B. Ernst Hermann Meyer,  Hans Pfitzner und H.-Georg Görner erfuhren in Gotha teilweise sogar Uraufführungen.

1961 wurde Rolf Bauer, damals Kapellmeister des Orchesters als Chorleiter benannt. Er wurde 1962 von Siegfried Geissler, ebenfalls Kapellmeister des Orchesters abgelöst. Als vierter Chorleiter übernahm Kurt Kuhn, Musikdirektor des Orchesters, ab September 1965 diese Arbeit.

Er ging 1972-1974 als Dirigent ins Ausland. Nun fühlte sich keiner mehr so recht als Chorleiter zuständig. Die Chorarbeit stagnierte, die Mitgliederzahlen gingen zurück, sogar die Chronik wurde nicht mehr weitergeführt.

Zu einer Wende kam es als Kurt Kuhn 1983 Andreas Ketelhut, einen jungen Studenten von der Musikhochschule Weimar, zur Chorprobe mitbrachte. Dieser studierte unter anderem Chordirigat und brauchte für sein Diplom praktische Arbeit mit einem Chor. Aus dem Praktikum wurde eine langjährige Zusammenarbeit, die mit einer mühseligen Aufbauarbeit begann, denn nur zirka 17 Sängerinnen und Sänger waren übriggeblieben. Es gelang, junge Leute zu mobilisieren. Durch Üben des a-cappella-Gesanges wurde ein guter Chorklang aufgebaut. Nach zirka eineinhalb Jahren  hatte der Chor ungefähr 50 Mitglieder, die den Kritikern nach ihren a-cappella-Konzerten nur Lob entlockten, so z.B. im Dezember 1985 mit dem weihnachtlichen Chorkonzert.

Langsam kamen auch wieder chorsinfonische Werke zur Aufführung. Der Konzertchor war wieder präsent. Bei Thronsaalkonzerten in Gotha und Rathauskonzerten in Mühlhausen jedoch bewies der Chor mit Stücken von Mendelssohn, Brahms, Gastoldi, Monteverdi, Liszt und Händel seine a-cappella-Qualitäten.

Am 02. November 1988, bei der Ratifizierung zur Vereinbarung der Städtepartnerschaft Gotha – Salzgitter, übernahm der Chor die kulturelle Umrahmung. Aber diese Partnerschaft stand nur auf dem Papier, eine wirkliche Partnerschaft wurde erst möglich mit der Öffnung der Mauer.

Durch Vermittlung des Sängerbundes war der Chorvorstand des Kasseler Konzertchores bereits am 05. Januar 1990 bei einer Chorprobe unseres Chores in Gotha zu Besuch. Aus  dieser  ersten  Begegnung  wurde  eine  erfolgreiche  10-jährige  Zusammenarbeit.

Die Zeit nach dem Mauerfall war eine erneute Herausforderung für das Bestehen und die Arbeit des Chores. Am 22. November 1991 gründete sich der Chor zum selbständigen Verein.

Seit 1994 sind wir als Konzertchor Gotha fast jedes Jahr an den Domstufenfestspielen in Erfurt beteiligt. Dabei entwickelte sich auch eine gute Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Chor Erfurt. Die Verbindung zum Gothaer Orchester, das sich inzwischen mit der Suhler Philharmonie zur Thüringen Philharmonie Gotha/Suhl zusammengeschlossen hat, besteht weiterhin. Der Zusammenschluss der beiden Orchester führte uns mit der Suhler Singakademie zusammen, mit der wir in Anrechtskonzerten gemeinsam auftreten. Abhängig vom im Spielplan des Orchesters geplanten Werken reihte sich in diese Zusammenarbeit auch der hiesige Bachchor ein.

Mit den z.Zt. zirka 50 Mitgliedern unseres Konzertchores hoffen wir, die erfolgreiche Chorarbeit der letzten Jahre, auch durch  jährlich stattfindende Chorlager fortsetzen zu können. Und nach wie vor ist zum Jahresende die Aufführung der IX. Sinfonie von Beethoven im Programm.

Im Juni des Jahres 2010 übergab Andreas Ketelhut aus beruflichen Gründen den Staffelstab an Sebastian Göring. Der Abschied von Herrn Ketelhut fiel uns schwer, denn eine 27-jährige Zusammenarbeit lag hinter uns.

Sebastian Göring besitzt viel Erfahrung in der Arbeit mit unterschiedlichen Chören. Er übernahm den Konzertchor Gotha zum Ende der Sommerpause. 2010 studierten wir mit ihm den „Lobgesang“ von Mendelssohn - Bartholdy ein. Zusammen mit dem Bachchor brachten wir diesen Ende Oktober 2010 zu Gehör.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit ihm.